Motorrad abmelden / Außerbetriebsetzen – Diese Unterlagen sind notwendig!

Die Außerbetriebsetzung eines Motorrads ist in Deutschland meist ohne Probleme möglich. Auch die Kosten sind in der Regel geringer als die Gebühren für die Anmeldung eines KFZ und belaufen sich je nach zuständiger Behörde und Landkreis auf etwa fünf bis fünfzehn Euro.

Motorrad abmelden Unterlagen
Motorrad abmelden – mit diesen Unterlagen

Welche Behörde ist für die Abmeldung zuständig?

Eine Motorrad-Stilllegung führt heute jede KFZ-Zulassungsstelle in Deutschland und mittlerweile auch der sogenannte Bürgerservice durch. Dadurch ist man nicht an die Zulassungsstelle gebunden, in der man sein KFZ angemeldet hat. Im Vorfeld der Außerbetriebsetzung kann es sinnvoll sein, einen Termin bei der Behörde seiner Wahl für die Stilllegung seines Motorrades auszumachen, da es in den Behörden zu langen Wartezeiten kommen kann. Dieser kann meist telefonisch oder auch über die Homepage im Internet der jeweiligen Behörde ausgemacht werden. Am einfachsten ist die Online Zulassung.

Welche Unterlagen sind für eine Außerbetriebsetzung notwendig?

Wichtig für die Außerbetriebsetzung ist das Mitführen der dafür notwendigen Unterlagen. Dazu gehört der Personalausweis, die Zulassungsbescheinigung Teil I (früher als Fahrzeugschein bezeichnet) und die Zulassungsbescheinigung Teil II (ehemals Fahrzeugbrief). Nicht zu vergessen sind die Nummernschilder des abzumeldenden Motorrades, da das aufgeklebte Siegel von der zuständigen Behörde vom Kennzeichen entfernt werden muss. Dabei ist die Zulassungsbescheinigung Teil II entbehrlich, wenn man selbst Halter bzw. Halterin des KFZ ist. Wenn eine Reservierung des bereits genutzten Kennzeichens vorgenommen werden soll, ist dies nun für ein Jahr möglich. Wenn eine endgültige KFZ-Stilllegung gewünscht wird, muss darüber hinaus zwingend ein Verwertungsnachweis einer zertifizierten Alt-KFZ-Annahmestelle oder ein Verbleibsnachweis vorgelegt werden. Darüber hinaus sollte man Bargeld oder eine EC-Karte zur Bezahlung der Abmeldegebühr mit sich führen. Nach der Abmeldung darf das außer Betrieb gesetzte Motorrad noch bewegt werden, wie lang genau das lesen Sie in diesem Artikel -> Motorrad nach der Abmeldung fahren. Natürlich müssen die entwerteten Kennzeichen wieder am Motorrad angebracht werden.

Bei Verkauf des Motorrads sollte unbedingt auf eine ordnungsgemäße Außerbetriebsetzung geachtet werden, da man für Schäden haftbar gemacht werden kann. Bei Verkauf seines KFZ an einen Händler geschieht die Stilllegung meist durch ihn – natürlich nur mit Einverständnis des Verkäufers.

Die nötigen Unterlagen kurz zusammengefasst:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I
  • Zulassungsbescheinigung Teil II
  • das Kennzeichen des Motorrades

Was ist darüber hinaus zu beachten?

Die KFZ-Zulassungsstelle oder Behörde der Wahl wird nach der Stilllegung umgehend sowohl das Finanzamt als auch die Versicherung über die Abmeldung informieren. Meldet man innerhalb von zwei Wochen kein neues Motorrad an, wird der Versicherungsvertrag 18 Monate auf Eis gelegt. Deshalb ist es nicht notwendig bei einer Stilllegung eines KFZ einen Steuerbescheid oder den Versicherungsvertrag vorzulegen. Eine mögliche Steuerrückerstattung sollte automatisch erfolgen.

Sollte es einmal nicht möglich sein, die Außerbetriebsetzung persönlich vorzunehmen, ist dies in der Regel kein Hindernis für die Stilllegung. Es besteht die Möglichkeit sein KFZ von einer Person seines Vertrauens abmelden zu lassen. Eine unterschriebene Vollmacht ist dabei nur notwendig, wenn die Zulassungsbescheinigung Teil II oder, bei Verkauf, ein gültiger Kaufvertrag fehlt.

Gut zu wissen: Wer sein Motorrad über ein sogenanntes Saisonkennzeichen angemeldet hat, braucht sich am Ende der Saison um nichts zu kümmern. Das Fahrzeug kann dabei zum Beispiel in einem Jahr nur von Anfang Frühling bis Ende des Herbstes zugelassen werden, wodurch man sich den Weg zur Zulassungsstelle am Ende der Saison spart. Man zahlt dadurch auch keine Abmeldegebühr.

 

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