Motorradbatterie laden – so wirds gemacht

Die Motorradbatterie ist ein sehr wichtiges Teil Ihres Motorrades, denn ohne eine volle Batterie gibt das Motorrad keinen Mucks von sich, und es kann nicht gefahren werden. Wichtig also das Sie Ihrer Motorradbatterie etwas Aufmerksamkeit schenken und diese auch pflegen, besonders in der Winterpause ist das wichtig. Wie Sie Ihre Motorradbatterie laden und über den Winter bringen, das lesen Sie in dieser Anleitung.

Motorradbatterie laden
Motorradbatterie laden

Sie holen das Motorrad aus der Garage, drehen den Zündschlüssel um, die Anzeigen der Armaturen zeigen jedoch nichts an, Sie tippen auf den Startknopf und nichts passiert – klarer Fall: Die Motorradbatterie ist leer. Da Motorräder häufig längere Standzeiten haben kann es passieren dass die Selbstentladung zu groß ist, und der „Saft“ nicht mehr zum Starten des Motorrades ausreicht. So eine Tiefentladung ist nicht gut für eine Motorradbatterie und sollte vermieden werden. Aber die Batterie ist deswegen nicht gleich ein Fall für den Schrott, Sie kann nämlich geladen werden. Wie, das lesen Sie jetzt.

Die Motorradbatterie laden:

Zunächst müssen Sie die Batterie aus dem Motorrad ausbauen. Wenn Sie nicht Wissen wo sich die Batterie befindet dann schauen Sie in die Bedienungsanleitung des Motorrades oder befragen Google. Lösen Sie zuerst das Kabel vom Minuspol der Batterie, danach das vom Pluspol. Lösen Sie nun das Halteband bzw. die Halteschraube der Batterie. Sie können Sie nun aus dem Motorrad herausnehmen.

Ist die Batterie sehr verschmutzt steht zunächst eine Reinigung an, ein Putzlappen und Wasser leistet hier gute Dienste.

Nehmen Sie nun das Batterieladegerät und schließen den Minuspol zuerst an die Batterie, danach klemmen Sie den Pluspol an und stecken den Netzstecker des Ladegerätes in die Steckdose.

Haben Sie eine Säurebatterie dann müssen die Verschlussstopfen während dem Laden geöffnet werden.

Ist die Batterie geladen entfernen zuerst den Netzstecker, dann den Minuspol, und anschließend den Pluspol des Ladegerätes.

Bauen Sie die Batterie nun in umgekehrter Reihenfolge wieder in das Motorrad. Nach dem drehen des Zündschlüssels werden Sie sehen das alles wieder wie gewohnt funktioniert. Falls doch nicht dann ist Ihre Batterie defekt und muss gegen eine neue ersetzt werden , hier gibt es neue Online.

Wenn Sie noch kein Batterieladegrät für Motorradbatterien haben dann klicken Sie hier.

Welches Batterieladegerät für die Motorradbatterie?

Als erstes können wir sagen das Autobatterieladegeräte für Motorradbatterien ungeeignet sind, diese haben einen zu starken Ladestrom für die kleinen Motorradbatterien.

Der Ladestrom des Ladegerätes sollte 1/10 der Batteriekapazität nicht übersteigen. Das heißt hat Ihre Motorradbatterie eine Kapazität von 10 Ah sollte der Ladestrom max. 1 A betragen. Darunter ist kein Problem, die meisten Ladegeräte speziell für Motorradbatterien haben einen Ladestrom von 0,8 A.

Einfache Ladegeräte liefern Ihren Ladestrom einfach so lange an die Batterie bis Sie abgeklemmt werden, hier sollten Sie die Ladezeit nicht überschreiten da es sonst zu Störungen an der Batterie kommen kann.

Elektronische Ladegeräte sind da um einiges besser, Sie passen den Ladestrom an die Kapazität, und den Zustand der Batterie an. Ein schonendes Laden ist damit garantiert, ist die Batterie voll, schaltet sich das elektronische Ladegerät ab.

Die Batterie sollte immer vom Motorrad abgeklemmt werden während des Ladens.

Hier sehen Sie eine Übersicht über geeignete Ladegeräte.

Wie lange muss die Motorradbatterie geladen werden?

Nutzen Sie ein elektronisches Ladegerät um Ihre Motorradbatterie zu laden, dann haben Sie mit der Ladedauer keine Probleme, das Ladegerät zeigt Ihnen an wenn die Batterie voll ist, es kann nichts passieren.

Nehmen Sie ein ganz einfach Ladegerät dann schauen Sie auf den Ladestrom, beträgt dieser 1 Ah, und die Kapazität Ihrer Batterie beträgt 10 Ah, dann muss die Batterie 10 Stunden laden um diese leere Batterie voll zu laden. Diese Ladezeit sollten Sie auch ungefähr einhalten bei einem einfachen Ladegerät.

Die Motorradbatterie über den Winter bringen

Eine Motorradbatterie hält ungefähr 5 Jahre bis Sie defekt und unbrauchbar ist. Die größte Hürde für Sie ist die kalte Jahreszeit, der Winter. Bleibt die Batterie einfach im Motorrad nimmt Sie durch die frostigen Temperaturen Schaden, Sie kann sogar einfrieren.

Ladegeräte für den Winter

Es gibt im Handel spezielle Ladegräte für Motorradbatterien, um den Winter zu überstehen. Das sogenannte Erhaltungsladegerät wird permanent an die Batterie angeschlossen und lädt es mit ganz schwachem Strom. Solche Ladegeräte stecken voller Elektronik und kosten einiges an Geld.

Wer sich ein Erhaltungsladegerät für den Winter gönnen möchte der kann das natürlich tun – hier klicken.

Batterie selber laden
Batterie selber laden

Wie macht man es richtig?

Wir haben selbst jahrelange Erfahrung mit verschiedenen Motorrädern und Batterien, eins hat die Erfahrung gezeigt: ein spezielles Erhaltungsladegerät hat noch keiner von uns benötigt.

Wir machen es so wie viele Motorradfahrer seit Jahrzenten um Ihre Motorradbatterien erfolgreich über den Winter zu bringen: Beim einmotten des Bikes vor dem Winter, wird die Batterie ausgebaut, einmal komplett geladen, und dann in den Keller gestellt.

Im Frühjahr vor der ersten Tour wird die Batterie noch einmal komplett geladen, in das Motorrad eingebaut und die Saison kann starten. Ein spezielles Erhaltungsladegerät hat unsere Batterien noch nie gesehen.

Hinweis: Viele Biker machen es fälschlicherweise so: Sie lassen die Batterie im Winter im Motorrad und starten das Bike ab und zu und lassen es im Stand laufen. Das ist allerdings Blödsinn, das dahintuckern im Stand hat für die Batterie keinen nennenswerten Effekt, allerdings für den Motor ist dieses Vorgehen eher negativ. Diesen „Geheimtipp“ also bitte nicht nachmachen.

Fazit: Die Motorradbatterie zu laden ist nicht schwer, ein einfaches Batterieladegerät reicht aus. Mit etwas Pflege, besonders im Winter, wird Ihnen Ihre Motorradbatterie jahrelang Freude bereiten und Ihr Bike zuverlässig starten.

Lesen Sie auch:
Motorrad fahren nach der Abmeldung
Bremsflüssigkeit selber wechseln